Le phare de Cordouan - Der Leuchtturm von Cordouan

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Aktualisierung: 12. 04. 2017

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Baugerüste am Leuchtturm von Cordouan. Aufnahme vom 6. April 2017.
Aufnahmestandort: Strandpromenade von Soulac


Auf dem Weg zum Leuchtturm


Die La Bohème hat den Hafen verlassen und strebt, Beiboot im Schlepp, dem Ziel zu.


Wähend der Überfahrt gibt es manches zu entdecken. Hier der Leuchtturm von Saint Nicolas, der sich erfolgreich bemüht, nicht so auszusehen wie andere Leuchtürme.
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Der Hauptstrand von Soulac, etwas rechts von der Bildmitte das Appartementhaus Le Signal.


Blick zu anderen Seite: Royan


Der Phare de Cordouan kommt näher. Kundige Betrachter sehen schon, dass das Ausflugsboot nicht bis zum Ziel kommen wird.


Im Weg liegt eine kräftige Sandbank, die Form und Gestalt beständig ändert, auf jeden Fall aber die Ausflugsboote, hier sieht man eins aus Royan, auf Abstand hält.


Jetzt kommen die flachen Beiboote zum Einsatz, die die Besucher bis an den Rand der Sandbank bringen.


An der Sandbank angekommen, wird der Beförderungsmodus umgestellt. Dabei hat es Vorteile, wenn man Schuhzeug trägt, das nicht wasserempfindlich ist.


Man nähert sich, muss dabei aber stellenweise durch nicht sehr tiefes Wasser waten.


Der Betonsteg ist erreicht und bald ist man am Ziel.

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Sommer 2016


Aufnahme von Soulac aus mit einem sehr starken Teleobjektiv

Der Leuchtturm von Cordouan 2016


Der Phare de Cordouan ist immer ein attraktives Fotomotiv, das sich ...


je nach Sonnenstand mal so, mal so ins Bild setzen lässt.

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Wenn man einen günstigen Standort wählt, bekommt man den Phare de la Coubre als Hintergrund dazu.


Etwas anderer Standort Aufnahme wieder von der Strandpromenade von Soulac aus, diesmal bei Flut.



Wenn es noch etwas mehr Tele sein darf, kommt das heraus.
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So sieht der Leuchtturm von Cordouan aus, wenn man ihn von der Strandpromenade in Soulac aus mit einem leistungsfähigen Teleobjektiv fotografiert. (Entfernung rund 7 km)

Und so sieht er aus, wenn er von einem Boot aus fotografiert wird, das sich nahe bei der Pointe de la Coubre, also an der nördlichen Spitze des rechten Girondeufers,  befindet. Auch hier ist die Aufnahmeentfernung rund 7 km groß. Im Hintergrund L'Amélie und die Pointe de la Négade.



So sieht der Leuchttturm aus, wenn man direkt davor steht und den Kopf ganz weit nach hinten beugt.



Und das ist das Schild, das die Gemeindeväter von Le Verdon sicher mit Absicht so angebracht haben, dass es jeder Besucher sieht: CORDOUAN ist Teil der Gemeinde Le Verdon.

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Ein bisschen Geschichte

 


Der Leuchtturm von Cordouan vor dem Umbau mit Erhöhung im Jahre 1789

 

Was auf dem colorierten Stich oben zu sehen ist, wird hier noch deutlicher. Der Leuchtturm von Cordouan hat früher auf einer größeren Insel gestanden als heute. Zu sehen sind Nebengebäude, die heute völlig verschwunden sind. Besonders auffällig die links vom Turm zu sehenden Gebäude, die von den Mönchen genutzt wurden, die in früheren Zeiten das Leuchtfeuer betrieben haben und dafür Abgaben von den passierenden Schiffen kassieren konnten.



Eine weitere Rekonstruktion, die den Leuchtturm von Cordouan in einem frühen Bauszustand zeigt.

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Zweimal der Leuchtturm von Cordouan auf einer Briefmarke von 1984. Ein Bild, das es so nie gab, denn der hier links gezeigte Vorgängerbau des heutigen Leuchtturms ist bei Umbaumaßnahmen im 18. Jahrhundert in den heute zu besichtigenden Leuchttrum integriert worden.

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Wie der Leuchtturm von Cordouan zum Leuchturm wurde

Der Leuchtturm von Cordouan ist nicht nur einer der bemerkenswertesten, sondern auch einer der ältesten in Frankreich. Der Urahn des heutigen Bauwerks wurde 1360 errichtet. Sein Leuchtfeuer war ein einfaches Holzfeuer, das von einem Eremiten unterhalten wurde. 1611 wurde dieses einfache Feuer ersetzt durch ein Becken, in dem eine Mischung aus Teer, Holz und Pech verbrannt wurde. Um den Feuerzug anzufachen, wurde die Brennerschale in eine geschlossene und seitlich verglaste Kuppel gesetzt, aus der die Rauchgase nach oben durch eine pyramidenähnlichen Abzug entweichen konnten. Das Feuer selbst befand sich 37 m über dem Meeresspiegel.

Ein heftiger Sturm zerstörte die Kuppel und deren  Inhalt. 1664 wurden die Sturmschäden behoben und die Versorgung der Flammen auf Walrat umgestellt.

1727 wurde der steinerne Laternenaufbau abgetragen und durch eine eiserne Laterne ersetzt, in der ein Steinkohlenfeuer für Beleuchtung sorgte.

1782 wurde das erste Leuchtfeuer eingebaut, dessen Wirkung durch Parabolspiegel verstärkt wurde, und 1790 wurde, nachdem die Feuerstelle auf 60m über den höchsten Fluten angehoben worden war, ein sich drehendes Feuer installiert. Die Leuchtquelle bestand aus Öllampen, die durch eine Mechanik zum Drehen gebracht wurden.

Die nächste große Verbesserung ergab sich nach Erfindung der Fresnellinse, durch deren Einbau die Reichweite des Leuchtfeuers erheblich vergrößert wurde. Verbrannt wurden nach wie vor verschiedene Öle, bis man 1907 auf Gas umstellte. Erst 1948 stand nach dem Einbau von Generatoren Elektrizität zur Verfügung, mit der zunächst eine Lampe von 6000 Watt versorgt wurde. Mit der Weiterentwicklung der elektrischen Leuchtquellen konnte 1984 eine Xenonlampe von 450 Watt eingebaut werden, die 1987 durch eine Halogenlampe von 2000 Watt ersetzt wurde. Seit 2006 tut ein ultramodernes Lampensystem Dienst, das sich der HMI-Technlogie bedient und über 40 km weit sichtbar ist.

(J.-M. Calbert: Les feux de Cordouan, in: L’estuarien, no. 33. juillet 2010, p. 13)

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Bilder von einem Besuch 2012


Ein kunstvolles Gewölbe


Und noch ein Gewölbe, dessen Geheimnisse bis heute noch nicht ganz gelüftet sind


Ein Standort, der Überblick gewährt. Unten rechts der Steg, auf dem man zum Leuchtturm gelangt.

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Ein Ausflugsbericht von 2008


Auf dem Weg zum Leuchtturm von Cordouan. Rechts im Hintergrund die Pointe de Grave. Das Beiboot ist kein Zeichen für Pessimismus des Kapitäns, sondern aus Erfahrung erwachsene Notwendigkeit.

 


Man nähert sich, hat aber noch keine genaue Vorstellung davon, warum wasserfestes Schuhwerk empfohlen wurde.

 

Die erste Fahrt des Beiboots beginnt. Die Wassertiefe ist hier nicht mehr ausreichend für die ankommenden Ausflugsschiffe.

 

Glauben Sie es nicht! Diese Leute laufen nicht über das Wasser. (Soll bei Salzwasser sowieso nicht gehen.) Auf dem nächsten Bild sehen Sie, warum die vermeintlichen Wasserläufer keine sind.


 

Jetzt weiß man, dass man nicht trockenen Fusses ans Ziel gelangt. Der schräg abfallende  Betonsteg, an dem die Beiboote anlegen, solange es der Wasserstand erlaubt, ist nur mit strapazierfähigem und seewasserfestem Schuhwerk begehbar.

 

Interessierte Blicke auf die vom Fuß des Leuchtturms einsehbare Vielfalt von Leben im Wasser. Der Turm steht auf einer Felsplatte aus Kalkstein, die früher mit dem Festland verbunden war. Erst seit dem 16. Jahrhundert ist die Landbrücke verschwunden und der Turmstandort zur Insel geworden.


Auf dieser Luftaufnahme ist die Felsplatte, auf der der Leuchtturm steht, gut zu erkennen. Ebenso der schräg abfallende betonierte Steg und die fast parallel dazu verlaufende Sandbank, auf der sich die Besucher vor der Rückfahrt versammeln.

Wir danken der Firma API Photo für die Erlaubnis zur Verwendung des gezeigten Fotos.

Mehr Luftaufnahmen:

http://www.api-photo.net/posters-vues-aeriennes-2008.htm

 


Eine Querschnittansicht des 66 m hohen Leuchtturms. Wer gern Treppenstufen zählt, ist hier richtig. Bis zur obersten Plattform gibt es 301 davon.

 


Die Kapelle in der 2. Etage

 

Für Bildungsbürger etwas zum Übersetzen: Lateinische Inschrift, die an die Baumaßnahmen, die unter Ludwig XIV. (1665) und Ludwig XV. (1727) durchgeführt wurden, erinnert.

 

Wer gern auf andere herabblickt, kommt hier auf seine Kosten. Schon auf der unteren Plattform ist man deutlich höher als die auf dem jetzt fast ganz trockenen Betonsteg Ankommenden.

 

 

Blick von der obersten Plattform des Turms: Die kleine Gruppe am linken Bildrand ist auf dem Weg zur rechts sichtbaren Sandbank, von der aus der Rückweg angetreten wird.

 

Auch hier sind wasserfeste Schuhe Pflicht.

 

Hier auch, denn die Beiboote, die die Ausflügler abholen, können trotz ihres geringen Tiefgangs nicht direkt an der Sandbank anlegen.

 

Rückweg: Der Leuchtturm hat seine Ruhe und die Besucher haben etwas gesehen.

(Alle Bilder dieser Seite, soweit nicht anders angegeben: © Ulrich Marwedel 2008)

 


Nocheinmal Vorspiegelung falscher Tatsachen. Der Leuchtturm ist hier nicht bei einem Landgang erwischt worden. Er steht nach wie vor und brav mitten im Wasser. Wenn man sich beim Fotografieren (oder Filmen) bei Niedrigwasser ganz klein macht, kann man über die Sandbank hinweg diese Perspektive genießen.

 

Hier geht es ausnahmsweise mal wieder mit rechten Dingen zu. Ein Blick von oben. Kann jeder haben, vorausgesetzt, man hat ein Flugzeug zur Verfügung.

Seit November 2012 gibt es eine professionell gestaltete Internetseite, die den Leuchtturm von Cordouan spannend und umfassend präsentiert:

http://www.cordouan.culture.fr/#/fr/annexe/intro


Wenn Sie Lust auf noch mehr Leuchtturm haben, hier zwei (externe) Videos

http://www.youtube.com/watch?v=ctYIR-2MZQI

http://www.youtube.com/watch?v=ENB4RWpN01U

 

Wenn Sie etwas für den Erhalt des Leuchtturms von Cordouan tun wollen, schließen Sie sich dem Verein an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Leuchtturm zu erhalten. Mehr:

http://www.asso-cordouan.fr/

 

 

Zum Fahrplan: Klick

 und:

http://www.vedettelaboheme.com/#