Dezember 2009


Geschenkverkauf per Internet

Auch der Weihnachtsmann kommt offenbar in die Jahre. Das meinen wohl immer mehr Franzosen, die mit Blick auf die jüngst erhaltenen Geschenke fragen, wer da was falsch gemacht habe. Statistiker haben ermittelt, dass in diesem Jahr unter den französischen Weihnachtsbäumen etwa 18 Millionen Dinge lagen, die die Beschenkten schnell wieder loswerden möchten, wobei sie, wenn möglich, auf einen Erlös hoffen, der ihre durch die Weihnachtszeit ohnehin geschwächte Finanzlage aufbessert oder sie in den Stand versetzt, etwas vermeintlich Passenderes zu erstehen.

Auch hier hilft das  Internet, das  mit Portalen wie eBay, Price Minister, Rue de Commerce und anderen gute Verkaufsmöglichkeiten bietet. Diejenigen, die  Geschenktes auf diesem Wegen anbieten, sollten aber wohl im Sinne des Familienfriedens tunlichst Internetseiten meiden, die auch von denen, die die Geschenke gemacht haben, genutzt werden.

(Marion Brunet, Les astuces pour revendre ses cadeaux de Noël en ligne, in: SUDOUEST, 24. Dezember 2009)


Umfrage

Eine von dem französischen Meinungsforschungsinstitut IFOP im Auftrag des SUD OUEST durchgeführte Umfrage zur Frage, ob das geplante neue Fußballstadion in Bordeaux gebaut werden solle, ergab eindeutige Ergebnisse. 63% der Einwohner des Départements Gironde sind dafür, 36% sind dagegen, davon 20% sehr entschieden, nur eine kleine Minderheit hat gar keine Meinung zu dem Problem.

Erstaunlich bei dem Meinungsbild, dass 73% der Befragten gutheißen, dass die angrenzenden Gebietskörperschaften zögern, die noch fehlenden 15 Mio für die Finanzierung des Stadions bereitzustellen. Hier dürfte wohl nüchternes Abwägen eine Rolle gespielt haben: Wenn die 15 Mio aus Mitteln der Gemeinden aufgebracht würden, dann ginge das bei leeren Kassen nur über Steuererhöhungen, eigentlich klar.

Eindeutige Aussagen auch hinsichtlich des Schicksals des gegenwärtigen Stadions Chaban-Delmas: 87% wollen, dass es erhalten bleibt, modernisiert und einer neuen Nutzung zugeführt wird.

(Une large majorité en faveur de la construction du grand stade, in: SUD OUEST, 30. Dez. 2009)


Hochleistungsinternet bis Ende 2010

In einem Interview erläuterte ein leitender Mitarbeiter des Syndicat Gironde Numérique Perspektiven für die Entwicklung des Zugangs zum Internet im Département Gironde. Das Syndicat Numérique Gironde ist eine öffentliche Körperschaft, in der der Conseil général des Départements 51% der Anteile hält und die Gemeinden die restlichen 49%. Finanziert aus öffentlichen Mitteln, organisiert und fördert das Syndicat Maßnahmen zur Verbesserung des Internetzugangs im Département und wendet dafür 54 Mio Euro, verteilt über eine Reihe von Jahren, auf.

Für das Médoc werden die Aktivitäten des Syndicat eine baldige Steigerung der Leistungsfähigkeit der Zugänge zum Internet bringen. Bis Ende 2010 sollen die Bereiche, in denen derzeit die Übertragungsraten noch unter 2 Mbit/s liegen, bis auf geringe Ausnahmen auf den landesweit angestrebten Standard gebracht werden. Man weiß jedoch jetzt schon, dass 1.232 Haushalte im Département überhaupt keinen Zugang zu ADSL haben werden  und dass  1.700 weitere auf absehbare Zeit mit einer Transferleistung von 512 KB zufrieden sein müssen.

Das Syndicat fördert ebenfalls die Verlegung von hochleistungsfähigen Glasfiberleitungen. Davon wird ein Netz von rund 1000 km Länge gebaut, das im Médoc vor allem den Gebieten um Saint-Laurent, Pauillac und Lesparre zugute kommen wird.

(G. Rigal : Du haut débit à la fin 2010, in : in: SUD OUEST, 28. Dez. 2009)

 

Handgeschriebene Glückwünsche?

Auch in diesem Jahr haben die Franzosen der  Menge nach vorwiegend papierlose Weihnachtswünsche an ihre Mitmenschen verschickt. Mit 599 Millionen weihnachtswünschenden SMS wurde der Rekord des Vorjahres deutlich übertroffen, wobei der 25. Dezember 2009 mit 292 Millionen Kontakten klarer Sieger gegenüber dem 24. Dezember mit 274 Millionen Kontakten war. Für Neujahr werden noch einmal 500 Millionen SMS-Kontakte erwartet.  Als Hauptgrund für die Explosion der Festtagswünsche per SMS oder auch per E-mail wird die Geschwindigkeit der Übermittlung genannt. Auch die Tatsache, dass man elektronische Glückwünsche durch Bilder oder Videos persönlich gestalten kann, mag viele Nutzer bewegen, dieser Art Glück zu wünschen den Vorzug vor handgeschriebenen Wünschen zu geben.

(Alexandra Tauziac, le multimédia et les voeux de fin de l’année, in: SUD OUEST, 29. Dezember 2009)

  

Gegen wildes Plakatieren

Nachdem die in Lesparre im letzten Herbst veröffentlichten Vorschriften für das Plakatieren und das Anbringen von Reklametafeln im öffentlichen Raum nur wenig Neigung ausgelöst haben, dem zu folgen, was die Stadtverwaltung aus verschiedenen Gründen für notwenig hielt, sind jetzt die ersten gezielten Aufforderungen verschickt worden, unerlaubte Plakate etc. zu entfernen. Rechtliche Grundlage ist ein Dekret im Rahmen des Umwelt-Kodex von 1976, das jegliche Form von Reklame auf und an öffentlichen Flächen sowohl innerhalb als auch außerhalb von geschlossenen Siedlungen untersagt, soweit nicht Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Wie so vieles, was eigentlich verboten ist, zeigt der Augenschein, dass es vielleicht daher besonders gern und häufig getan wird.

Die Regelungen, die jetzt in Lesparre durchgesetzt werden sollen ,versuchen nicht, die ganze Härte des Dekretes durchzusetzen, denn sie gestatten eine Reihe von Ausnahmen, so für Betriebe, die versteckt liegen und von den Durchgangsstraßen aus nicht wahrgenommen würden. Erlaubt bleiben auch Hinweise auf den Verkauf von regional typischen Produkten. Erreicht werden soll, dass die vielen wild angebrachten und nachher oft vergessenen Tafeln, Kartons und Schilder, einer geordneten und ansehnlicheren Form der Mitteilung weichen. Bleibt abzuwarten, wer den längeren Atem hat: die Stadtverwaltung mit dem Bestreben, die neuen Regeln durchzusetzen, oder diejenigen, die Spaß daran haben, Dinge zu tun, die eigentlich ein bisschen verboten sind. Wir tippen auf einen hohen Punktsieg für die Letztgenannten.

(S. Dubost : La fin de l'affichage sauvage est annoncée, in: SUD OUEST, 29. Dez. 2009)



Manchmal gibt es drei Möglichkeiten

Der Breitbandzugang in das Internet (ADSL) ist in Frankreich zwar immer weiter ausgebaut worden, dennoch gibt es noch Beschränkungen. Um hier ohne Abhängigkeit von einem Anbieter prüfen zu können, ob über einen Telefonanschluss Zugang zum Breitbandnetz möglich ist, gibt es jetzt eine Internetadresse:

http://www.girondenumerique.fr/

Drei Möglichkeiten bestehen:

Ein Anschluss hat Zugang zum ASDL-Netz mit wenigsten 2Mbit/s,

es besteht Zugang zum ADSL-Netz mit wenigstens 2 Mbit/s und ab 9. Januar 2010 wird dieses Leitung umgeschaltet auf einen Hochleistungsdienst,

der Anschluss liegt in einer „grauen“ (oder „schwarzen“) Zone, in der entweder gar kein Zugang zu ADSL möglich ist oder nur mit geringerer Leistung als 2 Mbit/s. In diesem Fall muss auf alternative Verfahren (Satellit) zurückgegriffen werden, für deren Installation es eine finanzielle Hilfe in Höhe von 200 Euro gibt

(G. R. : Éligibilité à l'ADSL : 3 cas de figure, in : SUD OUEST, 28. Dez. 2009)

 

Anm. der Redaktion : Wir werden dazu eine Information geben in unserer Rubrik dies&das und zwar auf der Seite: Internet per Satellit



Da war es nur noch einer

Anfangs hatten sich vier Bewerber um die Konzession für das Casino von Soulac bemüht. Dann waren zwei ausgestiegen, und jetzt hat auch der dritte erklärt, er sei nicht mehr interessiert. Übrig geblieben ist der bisherige Betreiber, der wohl auch den Zuschlag bekommen dürfte. Strittig sind noch die Bedingungen. Die Gemeinde will den bisherigen Anteil für die Gemeindekasse von 12% auf 15% des Bruttoumsatzes des Casinos anheben, was naturgemäß nicht auf Begeisterung beim Betreiber trifft. Der führt ins Feld, dass die Bruttoeinnahmen im laufenden Jahr um rund 14,6% zurückgegangen seien gegenüber dem Vorjahr, er weiß aber noch nicht, ob der damit die Vorstellungen der Gemeinde beeinflussen kann. Die Entscheidung soll bis zum 20. Januar fallen.

        (Y. Saint-Serein : Frédérique Ruggieri renonce à Soulac, in: SUD OUEST, 27. Dez.
          2009)


Hochspannung unterirdisch

Der verheerende Orkan Martin vom 27. Dezember 1999 hatte in weiten Teilen des Médoc die Stromversorgung unterbrochen, teilweise für mehrere Wochen. Um eine Wiederholung möglichst auszuschließen, wurde beschlossen, im Médoc das Hochspannungsnetz  unterirdisch zu verlegen. So richtig Druck wurde aber offenbar nicht gemacht, denn erst die Mahnung, die der neuerliche schwere Sturm Klaus im Januar 2009 abgab, führte zu einer Erhöhung des Tempos der Arbeiten. Jetzt sind 70 bis 80% der Hochspannungsleitungen im Médoc unterirdisch verlegt. Die Linien mit niedriger Spannung sind weitgehend verstärkt worden, teilweise auch in die Erde verlegt, soweit die Gemeinden, die im Niederspannungsbereich für die Kosten aufkommen müssen, dazu bereit waren.

(Y. S.-S. : La fée électricité était aux abonnés absents, in : SUD OUEST, 26. Dez. 2009)


Vor zehn Jahren, Martin...

Am 26. Dezember 1999 wütete Orkan Lothar, einen Tag später Martin, der vorwiegend den Südwesten Frankreichs heimsuchte. Mit Böen von unvorstellbarer Wucht richteten beide Schäden von etwa 6 Milliarden Euro in Frankreich an und zerstörten 150 bis 170 Millionen Kubikmeter Holz. Ein vergleichbarer Sturm hatte sich zuletzt am 17. Januar 1784 ereignet, aber damals war die Bewaldung wesentlich weniger dicht.

Am 12. Januar 2000 kündigte der damalige Premierminister Lionel Jospin einen auf zehn Jahre angelegten „plan chablis“ (chablis: Windwurf, Windbruch) an, der 90 Mio Euro bereitstellen sollte. Angestrebt wurde, 147.000 ha Waldfläche aufzuräumen in den Départements Gironde, Landes und Lot-et-Garonne. Von den 105.000 ha Waldfläche, die wiederaufgeforstet werden sollten, sind erst 85.000 bearbeitet worden. Besonders im Médoc warten noch größere Flächen darauf, wieder bepflanzt zu werden. Mit den staatlichen Hilfen wurde unter anderem die bislang in Aquitanien ungebräuchliche Lagerung von Holz unter beständiger Bewässerung eingeführt und die Mechanisierung in den Forstbetrieben vorangebracht.

Durch Klaus, den schweren Sturm vom Januar 2009, der noch einmal 38 Mio Kubikmeter Holz entwurzelte, und 2 Milliarden Schaden anrichtete,  sind jedoch viele Anstrengungen zunichte gemacht und neue Probleme geschaffen worden, für die noch nach Lösungen gesucht wird..

(J. Ripoche : Il y a dix ans, Martin…, in: SUD OUEST, 26. Dez. 2009)


9.000 Euro gegen den Krebs

Es ist eine alte Erkenntnis, dass Kleinvieh auch, na, Sie wissen schon. Dass Ähnliches auch für Korken gilt, erfuhr man dieser Tage. In Bordeaux wurde nämlich von einem Verein, der gebrauchte Korken sammelt, ein Scheck über 9.000 Euro an ein Krebsforschungsinstitut überreicht. Im Vorjahr war der Scheck über 8.000 Euro ausgestellt, im kommenden Jahr hofft man auf einen fünfstelligen Betrag.

Für den Verein Agir Cancer Gironde, der hinter dieser Aktion steht, sammeln ehrenamtliche Helfer Korken egal welcher Art, Form und Farbe, vorausgesetzt, sie sind aus Naturkork. Diese Korken werden einem Betrieb zugeleitet, der daraus eine Vielzahl von  Produkten erstellt, die Kork als Basismaterial haben. Im kommenden Jahr sollen auch Korken aus Kunststoff gesammelt und der Wiederverwendung zugeführt werden.

(V. Berge: Des bouchons par milliers, in: SUD OUEST, 25. Dez. 2009)

Anmerkung der Redaktion: Wir finden, dass diese Aktion unterstützt werden muss. Dazu haben wir einen Anschlag auf unser Schwarzes Brett gesetzt, in dem Näheres zu erfahren ist. Wir wollen sehen, ob wir eine Sammelstelle für gebrauchte Korken in Euronat einrichten können. Dabei erinnern wir an die bereits laufenden Sammelaktivitäten für Kapselverschlüsse. Wenn Sie sich erinnern wollen, klicken Sie hier.

 

 

Nichts geht mehr

Für den Neubau eines modernen Ansprüchen genügenden Fußballstadions in Bordeaux (Gesamtkosten rund 200 Mio Euro) fehlen noch immer ein paar Milliönchen. Für die rund 10 Millionen, die noch aufgebracht werden müssen, gibt es bislang keine Zusagen. Fest steht, dass der Verein, hinter dem als Besitzer von 99% der Anteile der Fernsehsender M6 steht, über die zugesagten 100 Mio hinaus keine weiteren Mittel zur Verfügung stellen wird. Man verweist dabei darauf, dass das ursprüngliche Engagement nur auf 85 Mio veranschlagt worden war. Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

(F. Laharie : Nicolas de Tavernost : « Nous avons fait notre travail » , in SUD OUEST, 23. Dezember 2009)

 

Neuer Glanz

Die Chapelle du Mont Carmel der Kathedrale Saint André in Bordeaux wird ab 15. Januar 2010 nach zweijähriger gründlicher Renovierung wieder den Augen der Öffentlichkeit zugänglich sein. Zu bestaunen sein wird ein Prachtwerk, das man angesichts der verblichenen und geschwärzten Farben, die in den letzten Jahrzehnten zu sehen waren, kaum erwartet hätte. Die Kapelle, deren Restaurierung 700.000 Euro gekostet hat, ist zwischen 1861 und 1869 von Alexandre Denuelle (Wände und Säulen) und Savinien Petit (Raum über dem Altar) ausgemalt worden.

(J.-P. Vigneaud : Le voile se lève, in : SUD OUEST, 23. Dez. 2009)

 

 


Saisonende

Mit der Amadea, die am 23 Dezember in Bordeaux Station machte, ist die Saison der Kreuzfahrtschiffe für 2009 zu Ende gegangen. In diesem Jahr haben 30 von ihnen die Gironde besucht, die ganz großen haben in Le Verdon angelegt, die nicht ganz so riesigen haben den Port de la Lune in Bordeaux besucht. Sie haben im zu Ende gehenden Jahr 42.193 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord gehabt, gegenüber 28.000 im Jahr 2008. Größtes Schiff war die Ventura mit 4.811 Personen, gefolgt von der Queen Mary 2 mit 4.328. Jeder Kreuzfahrteilnehmer gibt pro Tag durchschnittlich 193 Euro bei einem Landgang aus.

(Philippe GARCIA / Florence RICO-FAYAD : 21.12.2009 :Escales et Croisière : Fin de saison pour Bordeaux, http://www.aquitaweb.com/Aquitaine-Actualites/)

 

 

Pokerpartie

In Soulac laufen die Verhandlungen über die Vergabe des Casino schon seit geraumer Zeit, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen. Vorerst ist lediglich beschlossen worden, dem gegenwärtigen Betreiber das Casino noch für einen weiteren Monat zu überlassen. Um den neuen Vertrag bemühen sich zwei Bewerber. Die Gemeinde erhält gegenwärtig 12% der Bruttoumsätze des Casinobetriebes, will den Prozentsatz aber auf 15% anheben. Bislang liefert das Casino der Gemeindekasse zwischen 300.000 und 400.000 Euro jährlich. Verständlich, dass man nach Möglichkeiten sucht., diese Einnahmequelle noch ergiebiger sprudeln zu lassen.

(Y. Saint-Sernin : Partie de poker pour le casino de Soulac, in: SUD OUEST, 24. Dez. 2009)

 

Anfangserfolg

Der am 12. Dezember eröffnete und am Vorabend des Heiligen Abend zu Ende gegangene Weihnachtsmarkt in Lesparre war eine Premiere, für die die Gemeinde eigens 12 Holzhütten angekauft hatte. Die Beschicker des Marktes waren trotz des teilweise ungastlichen Wetters im ganzen zufrieden, hatten aber von den Öffnungszeiten über den Standort und andere kleinere Probleme eine Reihe von Anregungen für Verbesserungen. Im Gespräch ist die Gründung eines Vereins, der sich um die Organisation und Ausgestaltung der nächsten Weihnachtsmärkte kümmern soll.

(S. Dubost : Marché de Noël : une première édition appréciée, in SUD OUEST, 24. Dez. 2009)

 

 

Straßenbahn Linie D

Die neue Straßenbahnlinie im Großraum Bordeaux, die von Quinconces nach Eysines führen soll (und damit für alle aus dem Médoc anreisenden Bordeauxbesucher von großem Interesse), ist zwar am 6. November beschlossen worden, erregt aber Ärger bei dem Verein Tram en Jalles. Der kritisiert, dass die Beschlussfassung über die Streckenführung nicht nach demokratischen Grundsätzen durchgeführt worden sei und deshalb annulliert werden müsse. Der Verein bemängelt vor allem, dass die geplante Steckenführung zu wenig Rücksicht auf die Ansichten der Bürger genommen habe. Sollte der beantragte recours gracieux (Einspruch gegen eine behördliche Maßnahme ohne Einschaltung der Justiz) kein Gehör finden, werde man das zuständige Verwaltungsgericht anrufen. Mit unabsehbaren zeitlichen Konsequenzen für die Verwirklichung des Straßenbahnprojekts.

(D. Lherm : La CUB sous la menace d' un recours au tribunal administratif, in: SUD OUEST, 22. Dez. 2009)

 

Abschreckung im reduzierten Format

Ursprünglich sollten in Frankreich ab 2011 auf Zigarettenpackungen abschreckende Fotos gegen das Rauchen zu sehen sein, die das maximal möglich Format haben sollte, also, Packungsgröße. Und das beidseitig. Widerstand dagegen gab es vornehmlich beim Handel. Dem trug das Gesundheitsministerium jetzt Rechnung: Die maximale Größe der abschreckenden Fotos soll 40% der Packungsoberfläche nicht überschreiten, so wie das in den übrigen Ländern der EU vorgesehen ist. Ob damit dem Wohlbefinden der Raucher nachhaltig geholfen wird, darf bezweifelt werden.

(F.G. : Tabac : des photos-chocs sur les paquets, mais en petit, in : Le Figaro, 22. Dez. 2009)

 

Nachtrag

Beim diesjährigen Weihnachtsmannlauf in Grayan am 20. Dezember waren in der Erwachsenenklasse 184 Läuferinnen und Läufer am Start, Melderekord. Der Sieger Alex Aiguiar benötigte für die 13 km langes Strecke 45 Minuten und 22 Sekunden, die schnellste Weihnachstfrau, Annie-Rose Germain, war 54 Minuten und 57 Sekunden unterwegs.

(M. C. : 184 pères Noël dans la course, in SUD OUEST, 23. Dezember 2009)

 

Anmerkung der Redaktion : Bilder und einen am Tag des Ereignisses entstandenen Augenzeugenbericht gibt es, wenn Sie hier klicken.

 

Unterschrieben

Nun ist es sicher : Der Solarzellenhersteller First Solar siedelt sich in Blanquefort an und schafft 400 Arbeitsplätze. Die Entscheidung für Blanquefort fiel, nachdem fünfzehn Mitbewerber um die Fabrik aus dem Rennen waren. Ausschlag gaben neben der Infrastruktur des neuen Gewerbegebietes in Blanquefort nicht zuletzt die zugesagten finanziellen Anreize. So steuern verschiedene lokale Körperschaften 2 Mio Euro bei, der französische Staat ebensoviel. 4 Mio Euro werden aus Brüssel erwartet. Schließlich werden die Fabrikgebäude für 30 Mio Euro von einem Immobilieninvestor gebaut und anschließend an First Solar vermietet. First Solar wird seinerseits 60 Mio Euro in die technische Ausrüstung stecken. Baubeginn für die Gebäude soll im Herbst 2010 sein, die Produktion soll 2012 beginnen. Um den Absatz braucht an sich bei First Solar nur wenig Sorgen zu machen, denn für zehn Jahre nimmt EDF die gesamte Produktion an Dünnschichtmodulen ab.  

(B. Béziat : First Solar va créer 400 emplois, in : SUD OUEST, 22. Dez. 2009)

 

Wieder mehr Verkehrstote

Das Verkehrsministerium in Paris gab bekannt, dass in Frankreich die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten in den zurückliegenden Monaten zugenommen habe im Vergleich zum Vorjahr. So seien in den elf Monaten von Januar bis November 2009 3.967 Verkehrstote zu beklagen gewesen, 54 mehr als in  den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Diese Entwicklung habe sich im Juni 2009 angekündigt, als eine Zunahme von 33% gegenüber dem Vorjahresmonat bei den Verkehrstoten registriert wurde. Nach wie vor ist die Hauptursache für Unfälle mit Todesfolge eine überhöhte Geschwindigkeit. Die Ligue contre la violence routière hat herausgefunden, dass die Reduzierung der Geschwindigkeit um 1% das Unfallrisiko um 4% mindert. Eine bedenkenswerte Feststellung! Für die Polizei gibt es keinen Zweifel, dass die Radarkontrollen ausgebaut werden müssen.

(C. C. : Le seuil des 4.000 morts pourrait être dépassé, in : Le Figaro, 22. Dez. 2009)

 

 

 

Cabaret transformiste

In Couquèques ist nach zweijähriger Umbauzeit das Cabaret San Sebastian wieder eröffnet worden. Es bietet jetzt 130 Plätze in einem völlig neu gestalteten Saal. Der Besitzer, der anfangs tagsüber als Maurer und abends als Künstler auftrat, hat nunmehr das Cabaret zu seinem alleinigen Beruf gemacht. Und der wachsende Zuspruch des Publikums gibt ihm recht.

(F. Paillot : Nouvelle ambiance au cabaret San Sebastian, in : SUD OUEST, 21. Dezember 2009)

 

Superbaustelle

Das in Bordeaux geplante Großprojekt Euratlantique, bei dem es sich um den Bau eines großen Wirtschafts-, Wohn- und Verwaltungszentrums um die Gare Saint-Jean herum handelt, ist von der französischen Regierung zum Projekt von nationalem Interesse erklärt worden. Was gut ist für die Realisierung und die Finanzierung. Nach den Planungen sollen in den nächsten 20 Jahren rund 2 Milliarden Euro in dieses neue Stadtviertel investiert werden, um auf 780 ha unter anderem 15.000 Wohnungen, 450.000 m² Büroflächen, Hotels, Geschäfte, Gesundheitseinrichtungen, Schulen etc. zu errichten.

(J.-B. Gilles: Le Projet XXL de Bordeaux, in: SUD OUEST, 21. Dez. 2009)

 

Unfallbilanz

Während die landsweiten Zahlen wenig Anlass zum Optimismus geben, ist das Bild im Médoc wesentlich freundlicher, wie der Unterpräfekt Olivier Delcayrou von Lesparre bekanntgab. Danach sind 2009 im Médoc seit Januar 56 Unfälle registriert worden, 18 weniger als 2008. 62 Personen sind im Straßenverkehr verletzt worden, im Vorjahr waren es doppelt soviel. Lediglich bei den Verkehrstoten sieht es düsterer aus, denn in den beiden letzten Jahren waren jeweils zehn Tote auf den Straßen des Médoc zu beklagen. Die Ursachen für den Rückgang der Zahlen bei Unfällen und Verletzten wird von der Polizei in einem verbesserten Verhalten der Verkehrsteilnehmer gesehen, hinter dem jedoch massiver Kontrolleinsatz der Polizei stand. Der wird bleiben oder gar noch verstärkt werden unter dem Motto: Contrôles, tolérance zéro.

(F. P. : Sécurité routière: un bilan stable en 2009, in: SUD OUEST, 21. Dez. 2009)

 

Videoüberwachung

Auf der letzen Sitzung des Gemeinderates von Pauillac in diesem Jahr stand eine lange Liste von Punkten auf der Tagesordnung. An erster Stelle wurde lange diskutiert über die beabsichtigte Installation von Überwachungskameras. Beschlossen wurde nach längerer Debatte die Installation von 11 Videokameras, die im Februar des nächsten Jahres funktionsfähig sein sollen.

(F. Wolff : Vidéoprotection : 11 caméras en février, in : SUD OUEST, 21 Dez. 2009)


Neues Naturschutzgebiet im Médoc

Südlich von Hourtin wurde durch Dekret des Premierministers vom 15. Dezember 2009  ein Gebiet von 2150 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt, das Strände, bewaldete und unbewaldete Dünen und Wald umfasst, die typisch für diese Landschaft sind. Das Gebiet umfasst die Waldungen südlich von Hourtin zusammen mit einem 3,6 km langen Strand und den westlichen Rand des Sees von Hourtin. Der Zugang zu diesen Gebieten ist unter Beachtung von Regeln, die ihrem Schutz dienen, möglich.

(Julien Lestage, Réserve naturelle d’Hourtin, in: SUD OUEST, 19. Dezember 2009)

 

Streik in Bordeaux

Einen Tag lang fuhren die Straßenbahnen in Bordeaux nicht oder nur sehr vereinzelt. Grund war ein Streik, mit dem die Betreibergesellschaft Keolis zu Zugeständnissen an die Beschäftigten bewegt werden sollte. Die verlangen neben mehr Lohn und Gehalt Zusicherungen, dass die geplanten Umstrukturierungen nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen führen. Erreicht haben sie außer dem vorgezogenen Wirksamwerden der bereits zugestandenen Verbesserung der Einkommen um 1,2% und kleinen Zulagen bei Urlaubsgeld und Sonderprämie nichts Konkretes. Der Streik wurde aus Rücksicht auf die Fahrgäste und die Geschäftswelt in Bordeaux nach einem Tag beendet. Die Fortsetzung im nächsten Jahr ist wohl vorprogrammiert.

(Th. Saintourens: Une journée de grève et le tramway repart, in : SUD OUEST, 19. Dez. 2009)

 

 

Keine unlösbare Aufgabe

Die Girondins aus Bordeaux haben es  in der nächsetn Runde der Champions League mit Olympiakos Piräus zu tun. Eine, wie es scheint lösbare Aufgabe, wenn die Mannschaft aus Bordeaux die Leistung bringt, die sie in der ersten Phase des Wettbewerbs gezeigt hat. Spieltermine sind der 23. Februar und der 17. März 2010. Wie gut die Girondins derzeit in Form sind, musste ihr letzter Gegner, die Mannschaft aus Lorient erfahren, die 4:1 überrollt wurde.

(UM, 19. 12. 2009)


First Solar kommt

First Solar, weltweit führender Hersteller von Photovoltaik-Elementen, wird sich , wenn nicht in letzter Sekunde noch Unerwartetes geschieht, in Gironde ansiedeln. Die neue Fabrik soll in Blanquefort entstehen, im Jahre 2012 die Produktion aufnehmen und rund 400 neue Arbeitsplätze schaffen.

First Solar ist eine amerikanische Firma, die Produktionsstätten in den USA, in Malaysia und in Frankfurt/Oder betreibt. Die neue Anlage in Blanquefort soll vornehmlich Westeuropa beliefern, besonders Frankreich, wo bis 2020 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 5.400 MW installiert werden sollen. (Zum Vergleich: Das Kernkraftwerk bei Blaye erzeugt bei Höchstbelastung 3.600 MW Strom)

(B. Broustet : First Solar devrait s’installer en Gironde, in: SUD OUEST, 18. Dezember 2009)

 

Aktuelles vom Unterpräfekten

Der in Lesparre amtierende Unterpräfekt Olivier Delcayrou gab in einer Pressekonferenz Einblick in verschiedene Problembereiche. Er erläuterte, die öffentliche Sicherheit im Médoc habe sich nach dem Absinken der Kriminalität in den Jahren 2007 und 2008 im Jahre 2009 auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert, doch müssten weitere Anstrengungen unternommen werden.

Die Existenzsorgen wegen der Klinik in Lesparre seien überwunden. Der Personalbestand im ärztlichen Bereich sei aufgestockt worden, doch bleibe die Klinik auf staatliche Zuschüsse angewiesen. Hier solle angestrebt werden, durch Zusammenarbeit mit den lokalen medizinischen Diensten eine bessere Auslastung der Klinik zu erreichen. Unanhängig davon werde ein großes Paket von Investitionsmaßnahmen zugunsten der Klink durchgeführt.

Der dritte Problemkreis, die Photovoltaik sei derzeit im Médoc besonders aktuell. Es gebe Projekte in Sainte-Hélène, Hourtin, Vendays-Montalivet, Castelnau, Lacanau und Naujac-sur-mer. Da es keine zentrale Instanz gebe für ein Gesamtkonzept bezüglich der Photovoltaik, müssten die angestoßenen Projekte von Fall zu Fall bearbeitet und entschieden werden.

(Le sous-préfet fait le point sur les dossiers chauds, in : SUD OUEST, 18. Dezemner 2009)

 


Eine Kiste voller guter Ideen

Der Kindergemeinderat von Vendays-Montalivet kam zu seiner zweiten Sitzung nach den Wahlen in 2008 zusammen. Vier der gewählten Vertreter/innen waren anwesend, die eine große Anzahl von Vorschlägen zur Sprache brachten. Der Kindergemeinderat folgt denselben Regeln, z. B. Einladungsform und –frist betreffend wie der Gemeinderat der Erwachsenen. Es zeigte sich, dass sich viele zu befolgende Regeln schon gut eingespielt haben. Die kleinen Ratsmitglieder erhielten Informationsmaterial, um sich über die verschiedenen Arbeitsgruppen, denen sie sich anschließen können, zu informieren. Wie im Gemeinderat der Erwachsenen haben auch die gewählten Vertreter/innen der Kinder das Recht, dass alle ihre Fragen beantwortet werden und dass ihre Vorschläge ernst genommen und auf Realisierbarkeit geprüft werden.

Gute Vorschläge, die Sicherheit im Straßenverkehr, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Privatautos betreffendwurden gesammelt und diskutiert. Dies alles verspricht ein  gutes weiteres Zusammenwirken von  Kinder- und Erwachsenenwelt!

(Lyne Llobell, La boîte à idées des petits élus, in: SUD OUEST, 17. Dezember 2009) 


Wird der Strom knapp in Frankreich?

Nein, er wird es nicht, er ist es schon. Und zwar schon seit Oktober, als Frankreich erstmals seit langer Zeit Strom importieren musste, weil rund ein Drittel seiner Elektrizitätswerke, die vornehmlich Atomkraftwerke sind, außer Betrieb waren und zum großen Teil noch sind. Angesichts der stark gefallenen Temperaturen in Frankreich ist der Strombedarf in diesen Tagen kräftig angestiegen, zumal ein großer Teil der französischen Haushalte elektrisch heizt. Die Verbraucher im Westen und im Südosten Frankreichs sind aufgefordert worden, sparsam mit elektrischer Energie umzugehen. In den Regionen Alpen-Provence-Côte d’Azur und in der Bretagne wird empfohlen, zwischen 17.00h und 20.00 keine elektrischen Haushaltsgeräte zu benutzen.

Grund zur Panik besteht jedoch nicht, da das europäische Verbundnetz, in das Frankreich sonst seine Stromüberschüsse einspeist, diesmal in umgekehrter Richtung Strom aus den Nachbarländern nach Frankreich bringen wird. Schwachstellen dabei können allerdings die Hochspannungsleitungen in Frankreich sein, da es zu wenig Ausweichleitungen im Pannenfall gibt, wie überhaupt erheblicher Modernisierungsbedarf beim Leitungsnetz in Frankreich besteht. Das sehen die Energieversorger auch, die große Investitionen ankündigen. Aber, was erst angekündigt ist, funktioniert eben noch nicht.

(Océane Ciuni : Coupures de courant : «Je vais juste prévoir des bougies», Le Figaro, 16. Dezember 2009, siehe dazu auch ebd., 17. November 2009: EDF n'a pas pu fournir assez d'électricité en octobre  und 11. 11. 2009 : Comment la France se prépare pour éviter une grande panne d'électricité)


Girondins nicht souverän, aber erfolgreich

Beim direkten Verfolger Montpellier erreichten die Girondins aus Bordeaux am 16. Dezember ein 1:0, das ihren Abstand zu den Verfolgern komfortabel vergrößert. Aus Sicht der Girondins weniger erfreulich: Sie haben den vierten Strafstoß in Folge nicht verwandeln können. Na, Hauptsache die Punkte stimmen.

(UM, 17.12. 2009)


Sportliche Weihnachtsmänner

Dass es den Weihnachtsmann gibt, wissen eigentlich alle, dass der auch sportliche Ambitionen hat, wissen zumindest die Zeitgenossen, die schon mal etwas vom Lauf der Weihnachtsmänner in Grayan-et-L’Hôpital gehört haben.

Dieser Lauf findet in diesem Jahr statt am Sonntag, 20. Dezember, natürlich in Grayan.

13.00 h Beginn der Festlichkeit mit der Einschreibung der Läufer

14.00 h Start zum Fußmarsch über 12 km

14. 15 h Start der course des lutins (6 – 12 Jahre)

15.00 h Start zum Lauf der Weihnachtsmänner über 13 km

Den ganzen Nachmittag über musikalische Animationen, Crêpes, Glühwein, Jonglier-Werkstatt, ...., Rundfahrt in der Kutsche des Weihnachtsmanns

17.00h Preisverleihung

Anschließend:

- embrasement de l’église (eine Übersetzungmaschine macht daraus: „Feuerbrunst der Saint-Pierre-Kirche“; gemeint ist eine harmlose große Illumination, bei der die Kirche nicht abbrennt)

- Apéritif

Auskünfte: 06 75 21 42 44 (Lauf) und 06 88 59 69 31 (Fußmarsch).


Gute Rendite

Die kürzlich in Bordeaux an sechs  Ampelanlagen aufgestellten  Überwachungskameras erweisen sich als lukrative Investition mit respektabler Rendite  zugunsten der öffentlichen Kassen. Die erwischten Verkehrsteilnehmer haben allerdings zunehmend mehr Lust, die Strafbescheide anzufechten. Was ihnen meist nicht gelingt.

Ein derzeit im Internet zirkulierendes Schreiben, das so aussieht, als ob es offiziellen Charakter trüge und in dem angeordnet wird, die Vorwarnungen vor festinstallierten Radaranlagen zu entfernen, ist eine Fälschung. Es bleibt also dabei, dass auf stationäre Radaranlagen vorbeugend hingewiesen wird.

(Jean-Michel Desplos : Les feux flashent, les contestations pleuvent, in : SUD OUEST, 15. Dezember 2009)



Fragezeichen

Die stehen hinter dem Satz, in dem gefragt wird, woher die restlichen 15 Mio Euro kommen werden, die für den Neubau des großen Fußballstadions in Bordeaux gebraucht werden. Die Stadt Bordeaux hat zwar fristgerecht zum 15. Dezember ihre Kandidatur als Austragungsort für Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2016 bekräftigt, das fehlende Geld ist aber noch nicht aufgetrieben. Am 25. Januar des kommenden Jahres wird das Problem auf der Tagesordnung des Stadtrates von Bordeaux stehen. Man hofft, dass dann die Finanzierung bereits steht.

(Denis Lherm u. Jean-Paul Vigneaud : Le grand stade dans l'impasse, in: SUD OUEST, 15. Dezember 2009)



Kalenderverkauf

Seit mehr als 200 Jahren ist es Brauch in vielen Gegenden Frankreichs, dass in der Vorweihnachtszeit Postboten, Feuerwehrleute und Angehörige der Müllbeseitigungsbetriebe von Tür zu Tür gehen und Kalender für das kommende Jahr verkaufen, um so ihre eigene Kasse zu füllen  oder mit dem Erlös z. B. ein selbstgewähltes Projekt zu unterstützen. Die Postboten in Frankreich haben übrigens ein verbrieftes Recht zu diesem ansonsten wohl nicht geduldeten Nebenerwerb, denn ihnen wurde von einem längst verblichenen Postdirektor im Jahre 1849 bestätigt, dass ihr Kalenderverkauf auf eigene Rechnung am Jahresende seit langem ein fest etablierter Brauch sei. Und dieser Brauch lebt weiter und wird es auch wohl in Zukunft tun. Wieviel dabei zu verdienen ist, ist Post- und Dienstgeheimnis, aber es ist kein Geheimnis, dass es ich lohnt.

(Sylvaine Dubost. Deux siècles d’almanach, in: SUD OUEST, 12. Dezember 2009) 

Gefährliches Frittieröl

Gemeinhin interessiert an Frittieröl nur die Frage, ob es frisch ist oder nicht. Die Polizei in Kopenhagen verbindet mit dem besagten Öl offenbar andere Vorstellungen. So geschehen, als sie einen Bus aus der Charente maritime anhielt, der auf dem Dachträger 250 Liter Treibstoff, hergestellt aus einem Mix aus aufbereitetem Frittieröl und Diesel, mit sich führte. Der Inhalt der Kanister war die wohlberechnete Treibstoffmenge, die die 30-köpfige Reisegruppe, Mitglieder des Umweltschützervereins roule ma frite, für die Heimreise benötigte. Man erklärte der Polizei, dass man wegen des Klimagipfels in die dänische Hauptstadt gekommen sei und dass man, weil besonders umweltbewusst, die Reise per Bus angetreten habe, der zudem noch mit  umweltverträglichem Brennstoff angetrieben werde. Die Polizei ließ sich trotz langen Palaverns nicht erweichen: Die Kanister wurden konfisziert, da man daraus ja auch gefährliche Waffen herstellen könnte, und das sei angesichts des Klimagipfels derzeit nicht gern gesehen. Basta. Das ehemalige Frittieröl ist weg und bleibt unter Verschluss. Die Umweltschützer sind aus verständlichen Gründen verärgert, müssen sie doch jetzt den Treibstoff für die Rückreise an ganz normalen Tankstellen kaufen, mit allen bekannten Konsequenzen. Nicht klar ist, was die Polizei jetzt mit dem gefährlichen Stoff macht.  

(Christophe Galichon: La friture, arme fatale, in: SUD OUEST, 14. Dez. 2009)


Spannung pur

Die haben die Girondins aus Bordeaux bei ihrem heutigen Spiel bei Lyon verbreitet. Nach einem Treffer in der 86. Minute, bei dem die beiden Stars von Bordeaux, Gourcuff und Chamakh ihre Füße im Spiel hatten, beendete der Schiedsrichter erst nach 95 Minuten die Partie. Bordeaux liegt nach diesem Spieltag weiter auf dem ersten Platz, mit vier Punkten Vorsprung auf Montpellier, das allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat.

(UM, 13. Dez. 2009)

Fanartikel

Die erste Fußballmannschaft der Girondins de Bordeaux, amtierender französischer Fußballmeister, ist auf dem grünen Rasen eine Größe erster Ordnung, die nicht nur den Münchener Bayern gezeigt hat, wie man Fußball spielt und dabei siegt. Auch außerhalb des Spielfeldes sind die Girondins erfolgreich. So beim Verkauf von Fanartikeln, der in diesem Jahr 7 Mio Euro in die Vereinskasse bringen dürfte (nach 4 Mio im letzten Jahr). Regelrechte Renner sind Trikots in den Vereinsfarben, von denen in diesem Jahr 90.000 abgesetzt werden dürften (nach 50.000 im Vorjahr. Trotz der beeindruckenden Umsatzsteigerung steht der Fanartikelabsatz in Bordeaux in Frankreich keinesfalls an erster Stelle. Die nimmt Olympique de Marseille ein mit 45 Mio Umsatz im letzten Jahr, gefolgt von Lyon mit 12,7 Mio für 2008. Der durchschnittliche Absatz an Fanartikeln bei den Vereinen der ersten Fußballiga in Frankreich liegt bei 4,3 Mio Euro pro Saison. Vor diesem Hintergrund sind die für dieses Jahr erwarteten 7 Mio für die Girondins ein gutes Ergebnis

(D. Lherm : Les dérivés ravivés, in: SUD OUEST, 13. dez. 2009)


Neuer Chef für Notfallklinik

Der Notfalldienst der Klinik in Lesparre hat einen neuen Chef erhalten. In einer Pressekonferenz wurde Dr. Fabrice Grégoire vorgestellt. Er hat bereits früher in der Klinik von Lesparre Erfahrungen gesammelt und sagt, er sei motiviert für die neue leitende Aufgabe. Der Direktor der Klinik, Jean-Marc Lismonde blickte auf das zu Ende gehende Jahr zurück und verschwieg nicht, dass es im Laufe der letzten Monate einige Probleme in der Klinik gegeben habe, die aber jetzt überwunden seien. Die Klinik habe einen neuen Anästhesisten verpflichten können. Weiterhin sei eine seit langem erwartete Reha-Abteilung eröffnet worden, deren 12 Betten bereits vollständig belegt seien. Es werde daran gedacht, die Bettenzahl aufzustocken. Gutes war auch zu hören von den geplanten Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden und Einrichtungen der Klinik, die auf 12 Mio Euro veranschlagt werden, von denen 9 Mio vom Staat übernommen werden. Bis Ende 2012 sollen die Arbeiten beendet werden.

(J. Lestage : Un patron pour les urgences, in: SUD OUEST, 12. Dez. 2009)


Adieu Kastanienallee!

In Lesparre gibt es eine prächtige Kastanienallee am Cours Victor Hugo, aber nicht mehr lange, denn  diese Kastanien sollen gefällt werden.  Das löst Widerspruch und Trauer aus, kann  im Hinblick auf die Sicherheit der Passanten, der Umgebung und den Zustand der sehr kranken Bäume, was auch durch ein Expertengutachten bestätigt wurde,  nicht vermieden werden. Die extremen Wetterverhältnisse des letzten Jahres gaben den 48 Bäumen, die aus dem Stadtbild von Lesparre nur schwer wegzudenken sind,  den Rest! Dank sei ihnen für die vielen Jahre, in denen sie Schatten und Früchte spendeten.

(Sylvaine Dubost: La fin des marroniers, in: SUD OUEST, 10. Dezember 2009)

 


Große Ereignisse …

Jedermann weiß, dass die für gewöhnlich ihre Schatten vorauswerfen. Die Tour de France des nächsten Jahres macht da keine Ausnahme. Und so ist es natürlich, dass in Pauillac die Vorbereitungen für die Zeitfahr-Etappe, die am 24. Juli  zwischen Bordeaux und  Pauillac ausgetragen werden soll,  bereits auf Hochtouren laufen. 100.000 Zuschauer werden am Etappenziel erwartet, und auch am Tag danach werden noch etwa 30.000 Menschen mehr als sonst in Pauillac sein. Zum ersten Zusammentreffen der Organisationsgruppe unter Leitung des Bürgermeisters waren die Vertreter/innen der Vereine der Stadt geladen. Der Bürgermeister versprach, alle Bürgerinnen und Bürger, die dies wünschen, an der Planung und Durchführung dieses Großereignisses zu beteiligen. Erstes konkretes Ergebnis der Zusammenkunft war die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Tour de France koordinieren soll.

Das Ziel des Zeitfahrens wird in der rue Edouard-de-Pontet sein. Für die Mitglieder des offiziellen Tourkomitees ASO wird ein Bereich auf den Quais zwischen dem Kino Eden und dem Skaterpark reserviert werden. Der Bereich für die Presse wird bei der Sporthalle sein. Zum nächsten Treffen des Organisationskomitees in Pauillac werden auch die Kaufleute der Stadt eingeladen werden.

(Julien Lestage, Pauillac prépare le Tour de France avec ses associations, in: SUD OUEST10.Dezember 2009)  

 

Indiensststellung

Nach mehrwöchigen Erprobungen ist L’Estuaire, die neue Fähre für die Verbindung Royan – Le Verdon, am 9. Dezember 2009 offiziell in Dienst gestellt worden. Die in Concarneau fertiggestellte Fähre hat ihre Anfänge in Danzig erlebt, dort wurde nämlich der Schiffskörper gebaut. Der wurde dann nach Frankreich geschleppt und mit allem versehen, was ihn zum richtigen Schiff macht. Der Bau hat insgesamt 25 Mio Euro gekostet, die aus öffentlichen Mitteln aufgebracht wurden.

Die Fähre ist 78 m lang und etwas mehr als 18 m breit. Sie kann 146 PKW, sechs LKW und 600 Passagiere aufnehmen, eine Fracht, die in weniger als 20 Minuten an ihren Bestimmungsort gebracht wird.

L’Estuaire entspricht der schon seit 2002 im Einsatz befindlichen La Gironde vom Typ her. Beide sind „amphidrome“, das heißt, sie sind aus zwei nahezu gleichen Hälften zusammengesetzt, so dass die Unterscheidung zwischen Heck und Bug, bei einem konventionellen Schiff eine durchaus sinnvolle Differenzierung, kaum ertragreich ist. Da Kapitän und Steuermann sich keine Gedanken darum machen müssen, wo vorn und hinten ist, drehen sie sich einfach um, wenn sie im Hafen angekommen sind, gehen an die gegenüberliegenden Steuerstände und laufen in die entgegengesetzte Richtung aus, ohne die Fähre wenden zu müssen. Praktisch und zeitsparend. Von diesen Vorteilen haben im Jahr 2009 viele der rund 800.000 Fahrgäste und 240.000 Fahrzeuge auf der Strecke Royan – Le Verdon noch nicht profitieren können, weil noch eine alte Fähre im Einsatz war. Im neuen Jahr wird alles besser, na ja, vielleicht nicht alles.

(J. Lestage : Le nouveau bac « L’Estuaire » inauguré hier, in SUD OUEST, 10. Dez. 2009)


Videoüberwachung

Seit 2003, als die ersten Videoüberwachungskameras in Bordeaux aufgestellt wurden, hat sich deren Zahl rasant vermehrt. Dienten die Kameras anfangs dazu, die versenkbaren Poller zu überwachen, die die Zufahrt zum quartier Saint-Pierre in Bordeaux reglementierten, werden sie inzwischen für eine Vielzahl anderer Zwecke eingesetzt. 2007 wurden die ersten Überwachungskameras auf dem quai de Paludate in Bordeaux installiert, zwei weitere folgten im Jahr darauf. 2009 explodierte die Zahl der Videokameras: fünf neue auf den quais in Bordeaux, Antrag auf Aufstellung von 11 Kameras in Cenon, neun in Taillan-Médoc, neun in Sainte-Eulalie. Im November wurden Vorbereitungen für die Installation von Kameras im unteren Bereich des cours Victor Hugo getroffen. Und die Aufstellungen gehen weiter.

Ende 2009 gibt es in Bordeaux 52 Überwachungskameras, 29 kontrollieren den Zugang zu Bereichen, die für den Autoverkehr gesperrt sind, 20 überwachen Straßenabschnitte und drei sind zur Sicherung des Rathauses bestimmt.

Im ganzen Département Gironde werden Ende 2009 150 Kameras auf öffentlichen Verkehrsflächen funktionsfähig sein, wenig, verglichen mit den schon 600 in Nizza oder 400 in Straßburg. Zählt man im Département Gironde auch die Kameras in Supermärkten etc. ,ergibt sich eine weitaus höhere Zahl: 8.000. Da, wo Vergleiche möglich sind, spricht einiges für die Wirksamkeit der Kameras im vorbeugenden Bereich: Auf dem quai de Paludate in Bordeaux ist die Zahl der Delikte seit Aufstellung der Kameras um 14% gesunken. Ähnliche Bedeutung haben die Aufzeichnungen der Videoanlagen bei der Verbrechensaufklärung. Inzwischen wird  im Durchschnitt in Bordeaux von der Polizei einmal wöchentlich eine Videoaufzeichnung zur Ermittlung ausgewertet.

(Denis Lherm : Toujours plus de vidéosurveillance, in SUD OUEST, 9. Dez. 2009)

 


Weihnachtsmounaques in Vensac

Auch in der Adventszeit 2009 wird das Ortszentrum von Vensac durch die Mounaques bereichert und verschönt. In 3 Szenen und Figurengruppen werden das große Rentier und die Kobolde, die Heiligen drei Könige und der Weihnachtsmann und seine Begleiter, die zwischen weißen Tannen dahingleiten, dargestellt. Am letzten Samstag mussten die Schöpfer der Mounaques allerdings feststellen, dass auch in der Adventszeit Räuberei und Vandalismus zum Alltag gehören: 5 der schön geschmückten Tannen waren verschwunden. Trotzdem werden am 24. Dezember traditionsgemäß vom Bürgermeisteramt aus Wein und heiße Schokolade serviert werden. Auch der Kindergottesdienst wird wie gewohnt stattfinden.

(M.C.: Les mounaques annoncent Noël, in : SUD OUEST,8. Dezember 2009)

 

Für Kinder in Chile

Im Collège Panchon in Arsac bereiten Schüler/innen und Lehrer/innen mit großem Engagement ein Konzert und Szenenspiel zugunsten der Kinder des chilenischen Dorfes Chinchilla, das auf 2.800 Metern in den Anden liegt, vor. Mit dem Geld, das sie einzunehmen hoffen, sollen der geregelte Schulbesuch der chilenischen Partner/innen unterstützt, die Infrastruktur und wirtschaftliche Projekte des kleinen Dorfes gefördert werden.

(Auf das Konzert am 12. Dezember weisen wir in unserem Veranstaltungskalender hin)

(Georges Césaire: Un concert au profit d’un village chilien, in: SUD OUEST, 8. Dezember 2009)

  

Quecksilberbelastung

Fische, die im See von Cazaux-Sanguinet gefangen wurden, weisen eine eindeutige Quecksilberbelastung auf, von der niemand sicher weiß, woher sie kommt. Irgendwelche industriellen Aktivitäten scheiden aus, da es um den See herum keine Anlage gibt, die mit Quecksilber in Verbindung gebracht werden könnte. Das Wasser des Sees enthält 0,05 mg/l des gefährlichen Schwermetalls und liegt damit noch deutlich unter dem zulässigen Wert von 1 mg/l, was jedoch insofern rätselhaft ist, als es keinen erkennbaren Verursacher gibt.  Die Konzentration in den Fischen (0,84 mg/kg) ist allerdings  ein Problem, wenn auch die gemessenen Werte noch kein Grund zur Auslösung eines Verzehrverbotes sind.

Jetzt wird gerätselt, woher das Quecksilber stammen könnte. Vermutungen gehen in die Richtung von militärischen Erklärungen. Der See grenzt an einen Militärflugplatz, der seit 1915 betrieben wird. Ungezählte Flugzeuge haben den See überflogen,  manche  sind komplett mit ihren Waffen auch in den See gestürzt. Nicht unmöglich ist auch,  dass die jetzt beobachteten Belastungen ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg haben, an dessen Ende die Deutschen bei ihrem hastigen Abmarsch den See genutzt haben, um alles Gerät, das sie nicht mitnehmen konnten, darin zu versenken.

(J.-D. Renard : Le mercure pisté à Cazaux, in : SUD OUEST, 8. Dezember 2009)

 

Änderungen bei der Müllabfuhr

Das zentrale Müllentsorgungsunternehmen des Médoc (1), das auf den wohlklingenden Namen Smicotom (2) hört, kündigt für 2011 bedeutende Veränderungen an. Dann soll nämlich die Müllabfuhr wöchentlich nur noch einmal durchgeführt werden. Gegenwärtig ist zweimalige Abfuhr pro Woche die Regel in den meisten Gemeinden. Die Änderungen werden begeleitet von anderen Neuigkeiten, die z. B. die Modalitäten der Abfuhr betreffen. Begründet werden die Änderungen mit der Notwendigkeit zur Kosteneinsparung, zumal im Jahr 2010 die TGAP, die Steuer auf umweltbelastende Aktivitäten, um 5 Euro pro Tonne erhöht wird.

Günstig für alle von Smicotom entsorgten Gemeinden ist hingegen, dass nunmehr eine Genehmigung für den Betrieb der Deponie in Naujac bis zum Jahre 2026 vorliegt. Dadurch werden geschätzte 1 Mio Euro an Transportkosten gespart.

Die bisherigen Entsorgungszyklen in den Urlaubsorten, sollen beibehalten werden. Unklar ist, ob das mit erhöhten Gebühren einhergehen wird.

(J. Lestage : Smicitom, réduction de la collecte en 2011, in: SUD OUEST, 8. Dezember 2009)

Anmerkung der Redaktion:

1) Smicotom besorgt die Müllabfuhr in 4 CdC des Médoc: Pointe du Médoc, Les Lacs médocains, Centre-Médoc und Cœur du Médoc

2) Smicotom = Syndicat mixte de collecte et de traitement des ordures ménagères

 

Zum Thema CdC haben wir vor kurzem einen kleinen Beitrag in unsere Rubrik Dies&das gestellt.


Großbaustelle

Die Arbeiten für die neue Brücke in Bordeaux sind angelaufen. Noch ist an der Stelle, an der die Brücke errichtet werden wird, nicht viel Spektakuläres zu sehen, aber die Vorarbeiten haben an anderer Stelle bereits kräftig eingesetzt. Das geschieht vornehmlich in Bassens, wo 40 Arbeitskräfte damit beschäftigt sind, Betonteile vorzufertigen, die zunächst die Fundamentierung der Pylone abgeben werden. Diese Teile sind an der Basis 40 m lang, 18 m breit und 16 m hoch. An der eigentlichen Baustelle sind bereits 50 Arbeitskräfte aktiv. Sie bauen zunächst eine Arbeitsplattform, die bis in die Mitte des Flusses vorgeschoben wird und auf der schwere Geräte bis hin zu 120 t-Kränen sicher arbeiten können. Die offizielle Grundsteinlegung für die Brücke wird am 9. Dezember um 19.00h stattfinden.

(J.-P. :Vigneaud : Bacalan Bastide. Le Grand chantier bordealais a démarré, in: SUD OUEST, 7. Dezember 2009)

 

Unerwartete Probleme für den Leuchtturm

Die Zukunft des Leuchtturms von Cordouan schien bis vor kurzem gesichert, sollte doch Smiddest (Syndicat mixte de développment durable de l’estuaire de la Gironde) die Regie übernehmen, eine Institution, in der Vertreter der Conseils généraux der Départements Gironde und der Charente Maritime und Vertreter der Regionen Aquitaine und Poitou-Charente zusammenarbeiten. Auf der jüngsten Sitzung von Smiddest wurden nun Bedenken geäußert, die fraglich erscheinen lassen, ob der Leuchtturm wirklich einer gesicherten Zukunft entgegengeht.

Da die letzten Leuchtturmwärter von Cordouan aus dem staatlichen Dienst Anfang 2011 in den Ruhestand gehen werden, hatte Smiddest zwei Angestellte an die Seite der Leuchtturmwärter gestellt, damit sie sich deren Kenntnisse des Leuchtturms aneignen sollten. Danach sollte der Leuchtturm zunächst für  fünf Jahre (mitgedacht natürlich anschließende Verlängerung) von Smiddest betreut werden. Jetzt stellt sich jedoch heraus dass die als Vorbedingung für dieses Engagement erwartete staatliche Finanzierung der rund 11 Mio Euro für unabdingbare Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten am Leuchtturm nicht gesichert ist. Da der Staat sich nicht zu einer eindeutig bindenden Verpflichtung zur Kostenübernahme bereit findet, hat Smiddest sein eignes Engagement vorerst in Frage gestellt.

Die neu aufgetretenen Schwierigkeiten werden für den Leuchtturm von Cordouan im kommenden Jahr noch keine für die Touristen sichtbaren Folgen haben. Neben den zwei noch amtierenden Leuchtturmwärtern in Staatsdiensten bleiben die zwei von Smiddest eingesetzten Angestellten bis Ende 2010 auf ihren Posten. Wie es danach weitergeht, hängt nun ganz offensichtlich davon ab, ob der Staat verbindliche Aussagen über die Übernahme der fraglichen 11 Mio Euro macht.

(M. Méreau: Phare de Cordouan: Pauvre Versailles, in: SUD OUEST, 7. Dezember 2009)

Hafenzone Le Verdon

Nach dem Ende der Pläne für einen Methangastankerhafen in Le Verdon weiß man zwar, was nicht sein wird, aber es besteht noch keine Klarheit darüber, die es weitergehen soll. Um die Dinge in Bewegung zu bringen, ist eine Kommission eingesetzt worden, die Vorschläge machen und Möglichkeiten aufzeigen soll. Dieses Gremium soll ab Januar des nächsten Jahres unter Vorsitz des Präfekten des Département Gironde regelmäßig tagen. Derzeit denkbare Aktivitäten, um der Wirtschaft im nördlichen Médoc aufzuhelfen, könnten liegen in der Wiederbelebung des Containerterminals in Le Verdon, in der Ansiedlung von Betrieben, die kleine Schiffe oder Mobilhomes zerlegen und deren Materialien sachgerechter Wiederverwendung zuführen könnten, oder in der Fabrikation von Verbundmaterialien auf Leinenbasis. Konkrete Vorhaben sind aber noch  nicht sichtbar. Klar ist aber wohl, dass vor der Ansiedlung von Betrieben im Hafenbereich von Le Verdon der Baugrund stabilisiert werden muss.

(B. Broustet: Le Verdon: un comité pour trouver des pistes, in: SUD OUEST, 4-. Dezember 2009)

 

Handelspartner Frankreich

Frankreich war im vergangenen Jahr der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Waren für 93,7 Milliarden Euro wurden aus Deutschland nach Frankreich ausgeführt, damit nahm Frankreich 9,5% der aus Deutschland exportierten Güter auf. Umgekehrt lieferte Frankreich Waren für 63,4 Milliarden Euro nach Deutschland und nahm damit nach den Niederlanden (68 Milliarden Euro) den zweiten Platz ein. Die Stellung Frankreichs blieb auch 2009 bestehen, wenn auch das Volumen des Außenhandels zurückging. Von Januar bis August 2009 wurden Waren für 53,3 Milliarden Euro von Deutschland nach Frankreich geliefert und umgekehrt für 36,7 Milliarden Euro von Frankreich nach Deutschland

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 469 v. 4. 12. 2009)

andelspartner Deutschlands. Waren für 93,7 Milliarden Euro wurden aus Deutschland nach Frankreich ausgeführt, damit nahm Frankreich 9,5% der aus Deutschland exportierten Güter auf. Umgekehrt lieferte Frankreich Waren für 63,4 Milliarden Euro nach Deutschland und nahm damit nach den Niederlanden (68 Milliarden Euro) den zweiten Platz ein.

Die Stellung Frankreichs blieb auch 2009 bestehen, wenn auch das Volumen des Außenhandels zurückging. Von Januar bis August 2009 wurden Waren für 53,3 Milliarden Euro von Deutschland nach Frankreich geliefert und umgekehrt für 36,7 Milliarden Euro von Frankreich nach Deutschland. Damit nahm Frankreich 10,2% der deutschen Ausfuhren auf und lieferte 8,3% der nach Deutschland eingeführten Waren.

(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 469 vom 4. 12. 2009)

andelspartner Deutschlands. Waren für 93,7 Milliarden Euro wurden aus Deutschland nach Frankreich ausgeführt, damit nahm Frankreich 9,5% der aus Deutschland exportierten Güter auf. Umgekehrt lieferte Frankreich Waren für 63,4 Milliarden Euro nach Deutschland und nahm damit nach den Niederlanden (68 Milliarden Euro) den zweiten Platz ein.

Die Stellung Frankreichs blieb auch 2009 bestehen, wenn auch das Volumen des Außenhandels zurückging. Von Januar bis August 2009 wurden Waren für 53,3 Milliarden Euro von Deutschland nach Frankreich geliefert und umgekehrt für 36,7 Milliarden Euro von Frankreich nach Deutschland. Damit nahm Frankreich 10,2% der deutschen Ausfuhren auf und lieferte 8,3% der nach Deutschland eingeführten Waren.

(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 469 vom 4. 12. 2009)

andelspartner Deutschlands. Waren für 93,7 Milliarden Euro wurden aus Deutschland nach Frankreich ausgeführt, damit nahm Frankreich 9,5% der aus Deutschland exportierten Güter auf. Umgekehrt lieferte Frankreich Waren für 63,4 Milliarden Euro nach Deutschland und nahm damit nach den Niederlanden (68 Milliarden Euro) den zweiten Platz ein.

Die Stellung Frankreichs blieb auch 2009 bestehen, wenn auch das Volumen des Außenhandels zurückging. Von Januar bis August 2009 wurden Waren für 53,3 Milliarden Euro von Deutschland nach Frankreich geliefert und umgekehrt für 36,7 Milliarden Euro von Frankreich nach Deutschland. Damit nahm Frankreich 10,2% der deutschen Ausfuhren auf und lieferte 8,3% der nach Deutschland eingeführten Waren.

(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 469 vom 4. 12. 2009)

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/12/PD09__469__51,templateId=renderPrint.psml

 

Leihräder in Bordeaux

Ab 22. Februar des nächsten Jahres werden in Bordeaux und den Nachbargemeinden Leihräder verfügbar sein. Diese Räder werden in Selbstbedienung ausgegeben. Je nach Nutzungsdauer muss dafür tage- wochen- oder monatsweise ein Entgelt bezahlt werden. Die Räder sollen an 139 Stationen erhältlich sein, von denen 99 im Stadtgebiet von Bordeaux liegen. Die Räder werden robust, aber nicht zu schwer sein. Sie haben eine Gangschaltung und Kardanantrieb, so dass einerseits keine Ketten abspringen können und andererseits die Gangschaltung auch im Stand betätigt werden kann. Die Ausleihstationen, die zur Zeit eingerichtet werden, liegen allesamt nahe bei Bahn, Tram- oder Busstationen.

(Y. Delneste : Le Vélib’ de Bordeaux s’appellera VCUB et comptera 139 stations, in: SUD OUEST, 2. Dezember 2009)

 

Magere Bilanz

Es gibt keine Medaille, die nicht eine Kehrseite hätte. Bilanzen auch. Deutlich wird das bei der, über die hier zu sprechen ist. Da wurde in Lacanau nämlich eine Treibjagd auf Wildschweine veranstaltet, bei der nur zwei Schwarzkittel zur Strecke gebracht wurden. Aus der Sicht der Wildschweine eine wohl eher gute Nachricht. Der kümmerliche Erfolg des jagdlichen Bemühens geht dabei nicht auf des Konto des Wildschweinmangels, sondern darauf, dass die Borstenviecher wissen, dass sie in dem nahegelegenen Naturschutzgebiet von Cousseau sicher sind. Und dann bleiben sie tagsüber da und starten erst zu nächtlicher Zeit zu ihren wühlenden Exkursionen. Insgesamt haben im letzten Jahr die 450 Mitglieder des Jägervereins Lacanau 130 Wildschweine erlegt, im gesamten Médoc wurden 1.351 zur Stecke gebracht und im Département immerhin 7.400. Nach einhelliger Meinung viel zu wenig, denn die Schäden, die die intelligenten und gefräßigen Schweine verursachen, nehmen rapide zu.

(J. Lestage: Battue aux sangliers: le bilan a été maigre, in : SUD OUEST, 4. Dezember 2009)

 

Neues Leben für die Bassins à flot

Am 30. November sind die ersten Entwürfe für die städtebauliche Neugestaltung des Bereichs um die bassins à flot in Bordeaux der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dort sollen in den nächsten 15- 20 Jahren rund 5000 Wohnungen neben Büros, Geschäften, kleineren Unternehmungen etc. entstehen. Dabei sollen die wichtigsten Gebäude des Viertels erhalten bleiben, vornehmlich dann ,wenn sie auf die maritime Ausrichtung des Stadtteils verweisen. So soll das Nautilus eine Ingenieurschule aufnehmen, die Kräne an den Becken werden modernisiert, und der riesige U-Bootbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wird konserviert und neuen Verwendungen zugeführt. Neu wird das Kulturzentrum des Weins sein, für das ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben werden wird.

(A. Mangini: Bassins remis à flot, in: SUD OUEST, 2. Dezember 2009)

 

Die historische Eisenbahnbrücke in Bordeaux

Seit es klar ist, dass die nach Plänen von Gustave Eiffel gebaute Eisenbahnbrücke in Bordeaux als klassifiziertes Denkmal erhalten bleibt, stellte sich die Frage, wer für die Realisierung der Renovierung verantwortlich sein sollte. Diese Frage ist nun geklärt. Die Brücke und ihre Restaurierung, für die 3 Millionen Euro benötigt werden, wird in die Verantwortung der Vereinigung Euratlantique übergehen, die auch die Sanierung des Bereichs um den Bahnhof Saint-Jean zu verantworten hat.

Es gibt bereits viel Ideen für die Zukunft der Brücke, an denen sich auch Myriam Larnaudie-Eiffel, eine direkte Nachfahrin Gustave Eiffels beteiligt. Die Brücke soll für Radfahrer und Fußgänger offen sein, auch sollen Schatten spendende Bäume  gepflanzt werden. Die Neueröffnung der Passerelle könnte zeitgleich mit der 150-Jahrfeier ihres Bestehens erfolgen.

(Jean-Paul Vigneaud, La passerelle Euratlantique, in: SUD OUEST, 3. Dezember 2009)

 

Rätselhafte Ölverschmutzung

In den letzten tagen sind an den Stränden der Île de Ré einige Ölreste angespült worden, die zwar keine bedrohliche Verschmutzung bedeuten, dennoch aber eingesammelt und entsorgt werden müssen. Ungeklärt ist, woher die Anschwemmungen stammen. Nach ersten Untersuchungen scheinen sie nicht aus Tankerkatastrophen der letzten Jahre zu kommen. Es wird für möglich gehalten, dass das Öl aus einem Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg stammt, dessen Öltanks nach den jüngsten Stürmen geborsten sind.

(S. Cottin : Ile de Ré : du fioul de la Seconde Guerre mondiale? in: SUD OUEST, 2. Dezember 2009)

 

Zuschuss

Das Projekt des geplanten neuen Fußballstadion in Bordeaux kann mit einer staatlichen Finanzierungshilfe in der Größenordnung von 20 bis 30 Mio rechnen. Nachdem die Girondins bereits angekündigt hatten, 100 Mio der Kosten aufzubringen und die Stadt Bordeaux, der Gemeindeverband um Bordeaux und das Departement Zusagen über jeweils 15 Mio Euro gemacht haben, werden 10 Mio von einem noch ungenannten großen Unternehmen erwartet, das dafür dem Stadion seinen Namen geben wird. Danach sind immer noch rund 15 Millionen ungedeckt, doch hofft man die bald aufzutreiben. Die Zusage des Staates gilt übrigens auch, wenn Frankreich nicht den Zuschlag für die Fußball-EM 2016 erhält.

(X. Sota : Bordeaux : Entre 20 et 30 millions d'euros de l'Etat pour le Grand Stade, in: SUD OUEST, 2. Dezember 2009 und X. Sota : Des millions à trouver , in: SUD OUEST, 3. Dezember 2009)

 

Schneller nach Paris

Vom 12. Dezember an wird die Fahrzeit zwischen Köln Hbf und Paris Gare du Nord um mehr als eine halbe Stunde verkürzt. Grund ist die Inbetriebnahme einer neuen Schnellstrecke in Belgien. Die ist 36 km lang und liegt zwischen der deutsch-belgischen Grenze und Lüttich. Ihr Bau hat acht Jahre gedauert und 830 Mio Euro gekostet. Dafür wurden teilweise spektakuläre Brücken errichtet und der mit 6,5 km längste Tunnel Belgiens gebaut. Die neue Strecke ist mit der in Europa einheitlichen Signaltechnologie ausgestattet, die es ermöglicht, dass der dort eingesetzte Hochgeschwindigkeitszug Thalys auch über Köln hinaus verkehren könnte.

(U. Becker: In Rekordzeit nach Paris, in: Münstersche Zeitung, 2. Dezember 2009)

Anmerkung der Redaktion: Mehr zur Zugverbindung Köln – Bordeaux in unserer Rubrik Anreiseempfehlungen

 

Günstig

Der Internet-Anbieter Alice startet in Frankreich eine Preisoffensive und bietet ein Paket aus Internetzugang, Fernsehen und Telefon für knapp unter 20 Euro pro Monat an. Bislang lagen vergleichbare Angebote über längere Zeit stabil im Bereich von 30 bis 40 Euro. Die Experten fragen sich, ob nun ein regelrechter Preiskrieg ausbrechen wird. Möglich, aber nicht sicher.

(Internet : la guerre des prix aura-t-elle lieu? in : SUD OUIEST, 2. Dezember 2009)

Mehr zu dem neuen Angebot:

http://www.alicebox.fr/alicebox.html

 



Rücktritt der Präsidentin

Die gegenwärtige Präsidentin von Grayan Anim, Agnès Bézies  will aus gesundheitlichen Gründen im Januar 2010 ihr Amt zur Verfügung stellen. Sie wünscht der bisher von ihr geführten Vereinigung alles Gute für die Zukunft, aber sie ist der Ansicht, dass der Verein einer Führungsmannschaft bedarf, die belastbar und gesundheitlich fit ist. Gleichwohl ist sie bereit, dem Verein weiter zur Seite zu stehen. Ihre Hauptsorge ist zur Zeit jedoch, dass niemand bereit ist, ihre Nachfolge  anzutreten.

(Maguy Caporal: La présidente de Grayan Anim veut démissionner, in: SUDOUEST, 2. Dezember 2009).  


Bohrungen mit Todesfolge

Im September 2006 wurde in Grayan-et-L’Hôpital eine 58 Jahre alte Frau bei einem plötzlichen Einbruch des Erdreichs in die Tiefe gerissen und tödlich verletzt.

Nachdem es erst einmal unklar war, wie es zu dem Erdrutsch kommen konnte, ergaben intensive Untersuchungen, dass ein Zusammenhang zwischen Bohrungen für einen Brunnen und dem Unglück bestanden. Es stellte sich heraus, dass dort gar nicht  ohne ein geologisches Gutachten hätte gebohrt werden dürfen, da der karstige Untergrund zwischen St. Vivien und Soulac sehr anfällig für Höhlenbildungen und Erdrutsche ist. Der ursprüngliche Auftrag sah eine Bohrung bis in 10 m Tiefe vor. Da dort noch kein Wasser gefunden wurde, wurde weiter gebohrt bis zu einer Tiefe von 37m, wobei es dann zu dem Einbruch kam. So wurde jetzt die Firma, die die Bohrungen durchgeführt hat, wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und verurteilt.

(Florence Moreau, Un forage mortel, in: SUD OUEST, 1. Dezember 2009)